„Diamonds are forever“ – Antwerpen, die prachtvolle Diamantenstadt

Der Marktplatz in Antwerpen vor dem Rathaus

Diamanten und Antwerpen, das gehört einfach zusammen. Zu passend ist deshalb das Wortspiel „Diamantwerpen“. Die zweitgrößte Stadt Belgiens gilt als eine der weltweit bedeutendsten Diamantenhandelsplätze. Dies bestätigt sich bei einem Gang durch das schillernde Diamantenviertel. Hier erleben Sie die volle Pracht und Anziehungskraft der funkelnden Edelsteine. Die zahlreichen Schmuckgeschäfte und Juweliere verleihen diesem Stadtteil einen luxuriösen Hauch. Zudem findet man hier die älteste und größte Diamantenbörse Antwerpens.

Es sind aber nicht nur die Edelsteine, die Antwerpen zu dem machen, was es ist. Kunst, Kultur, historisches Erbe, Lifestyle & Mode und ein moderner Seehafen – all das vereint die flämische Metropole in sich.

Gerade der Seehafen ist ein weiteres Markenzeichen. Er zählt gemessen am Ladungsaufkommen zu den größten Häfen Europas und der Welt. Doch warum besitzt eine Stadt, die nicht direkt am Meer liegt so eine gigantische und bedeutende Hafenanlage? Die Antwort ist nicht kompliziert. Begünstigt durch die Lage an der breiten und ausgedehnten Trichtermündung des Flusses Schelde, ist ein schiffbarer Meerzugang gegeben. Dazu kommt die vorteilhafte Lage auf dem europäischen Kontinent. Relativ kurze Transportwege zu Metropolregionen wie z. B. Vlaamse Ruit (u. a. Brüssel, Gent, Mechelen) oder dem Rhein-Ruhr-Gebiet machen Antwerpens Hafen unverzichtbar. Eine Hafenrundfahrt ist eine hervorragende Möglichkeit sich von dem Ausmaß dessen zu überzeugen. mehr


Klischees, die durchaus erfüllt werden…

… findet man in der niederländischen Provinz Südholland zuhauf: blühende Tulpenfelder, Käse, Holzschuhe, Windmühlen, Deiche und Polder, Grachten, Delfter Porzellan…

Scheveningener Strandpromenade

Im Frühjahr empfiehlt sich eine Fahrradtour durch die Tulpenfelder rings um den Keukenhof. Im Sommer laden die wunderbaren Sandstrände von Katwijk, Noordwijk oder Scheveningen ein. Gouda, die Stadt, die dem bekannten Käse seinen Namen gab, obwohl er nicht hier, sondern im Umland hegestellt wird, lädt im Sommer donnerstags zum Käsemarkt ein. Ganzjährig sind natürlich Rotterdam, Delft und Den Haag Besuchermagneten.

Rotterdam z. B. hat so viel Unterhaltsames, Spannendes und Schönes zu bieten… Sie ist coole Hafenstadt, mit dem größten Seehafen Europas, angesagte Ausgehstadt mit tollen Clubs, Restaurants, Kneipen und Cafés, schicke Einkaufsstadt, hippe Künstlerstadt und vor allem Architekturstadt. Im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und modern wieder entstanden, erfindet sich die Stadt ständig neu. Modernisieren ist an der Tagesordnung und die Skyline wird geprägt von in den Himmel wachsenden Wolkenkratzern.

Rotterdam - Erasmusbrücke

Die Erasmusbrücke in Rotterdam

Der große Zoologische Garten mit eindrucksvollem Aquarium, zahlreiche Galerien und Museen, wie die Kunsthal Rotterdam mit wechselnden Ausstellungen, das Museum Boijmans van Beuningen, das Nederlands Architectuurinstituut mit Ausstellungen zur niederländischen und internationalen Architektur, das Völkerkundemuseum oder das Maritiem Museum, ziehen die Besucher in ihren Bann.

Delft und Den Haag dagegen entsprechen mit Grachten und prunkvollen Patrizierhäusern eher dem Klischee einer typischen altholländischen Stadt. Delft ist eine der ältesten Städte Hollands. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören neben den beeindruckenden Bauwerken des Stadtzentrums, auch das Vermeer-Zentrum, die Hofjes (kleine Wohnanlagen) oder das berühmte Delfter Porzellan.

Blick auf den Binnenhof in Den Haag

Den Haag überwältigt mit einer Fülle an prunkvollen Villen, Palästen und Wohnhäusern, Baudenkmäler und Museen: z. B. dem Palais Noordeinde – Regierungssitz der Königin, die Kloosterkerk (Klosterkirche) – die älteste Kirche Den Haags, das Gemeentemuseum oder das Mauritshuis – eine der wichtigsten Gemäldegalerien der Welt mit Werken holländischer und flämischer Maler des 15. bis 18. Jahrhunderts, wie Rembrandt und Jan Vermeer oder Panorama Mesdag – das älteste, 1881 vom Haager Maler Hendrik Willem Mesdag geschaffene, noch an seinem Entstehungsort befindliche Cyclorama (Rundum-Bild) der Welt.
Die größte touristische Attraktion der Stadt, ja der Niederlande, ist jedoch der Miniaturpark Madurodam. Hinfahren und erleben, kann man da nur sagen.


Der Dom St. Petri in Bautzen: katholisch & evangelisch zugleich

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Bautzen: das Rathaus mit dem Dom im Hintergrund

Der Dom St. Petri zu Bautzen ist eine der ältesten und größten Simultankirchen Deutschlands. Als Simultankirche wurde der Dom nachweislich seit 1524 genutzt: die Sakristei und Orgelempore waren evangelisch – der Chor und die erste Empore unter katholischer Führung.

Insgesamt gibt es noch 64 andere solcher simultan genutzter Kirchen in Deutschland. Die meisten stehen in Rheinland-Pfalz (29), dicht gefolgt von Bayern (19). Baden-Württemberg und Niedersachsen können jeweils vier Simultankirchen vorweisen. In Nordrhein-Westfalen gibt es drei, in Hessen und in Sachsen-Anhalt jeweils zwei sowie eine im Saarland.

Baugeschichte des Domes

Bereits um das Jahr 1000 ließ Graf Eido von Rochlitz an der Stelle des heutigen Domes eine erste Pfarrkirche für die deutsche Burgbesatzung errichten. Nach 1213 folgte die Gründung des Kollegiatstiftes St. Petri und im Jahr 1221 wurden der Chor des Baus und die Petrikirche als Stadt- und Stiftskirche eingeweiht. Erst 1430 erhielt der Dom seine heutige Gestalt. 1456/63 wurde der spätgotische Hallenbau um ein südlich gelegenes Schiff erweitert. Nach dem großen Stadtbrand von 1634 wurde das Innere im barocken Stil gestaltet, 1664 wurde der Turm mit einer Barockhaube versehen. mehr


Normandie – eine der schönsten historischen Provinzen Frankreichs

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Französischer Käse aus der Normandie

Schlemmen wie Gott in Frankreich. Die Normandie hat eine exzellente Küche, sie ist vor allem für ihre drei großen C’s bekannt. Das sind Camembert, Calvados und Cidre. Natürlich gibt es noch weitere Köstlichkeiten, so zum Beispiel den Crêpe Normande, mit Zucker und Sahne sowie eventuell mit Apfelringen bedeckte Crêpes, welche mit Calvados am Tisch flambiert werden.
Genießen Sie die einzigartige Landschaft der Normandie, wo auch die einzigartige Schule des Impressionismus entstanden ist.
Hier können Sie an jeder Ecke Geschichte entdecken, von Wilhelm dem Eroberer über die Nationalheilige Jeanne d’Arc und den Wikingeranführer Rollo. mehr


Portugal: auf den Spuren von Vasco da Gama

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Lissabon - Blick vom Castelo de São Jorge auf die Ponte de 25 Abril

Portugal, oder besser die Portugiesisch Republik, liegt im Südwesten der Iberischen Halbinsel. Im Westen und Süden grenzt der Atlantischen Ozean, im Osten und Norden Spanien. Zum Land gehören die faszinierenden Inseln der Azoren und die “Frühlingsinsel” Madeira. Fernando Pessoa schrieb einmal über seine Heimat: “Was wir sind, können Worte oder Bücher nicht ausdrücken.” Recht hat er, denn wenn man in Portugal auf Entdeckungsreise geht, begegnen einem im Norden, schroffe Berggipfel, entlegene Schluchten und terrassenförmig angelegte Weinberge, bis hin zu unberührten Stränden und sanften Hügeln im Süden.

 

 

Vasco da Gama

Kloster im Stadtteil Belém

Eine der berühmtesten Persönlichkeiten Portugals ist Vasco da Gama, geboren um 1469 in Sines und gestorben am 24. Dezember 1524 in Indien – er war der Entdecker des Seeweges nach Indien. Auf seiner Entdeckungsreise verließ er am 8. Juli 1497 den Hafen Restolo in Lissabon mit seinem Flaggschiff. Er segelte durch den Atlantik, erreichte am 4. November mit seiner kleinen Flotte die St.-Helena-Bucht an der Westküste Südafrikas, umfuhr das Kap der Guten Hoffnung und landete am 25. November in der Mosselbaai. Nach einem weiteren Stopp in Mombasa erreichte am 20. Mai 1498 das erste europäische Schiff Indien, es wurde ein Handelsvertrag mit dem Zamorin von Calicut abgeschlossen und am 8. Oktober stach das Schiff voll beladen mit kostbaren Gewürzen die Heimreise an. Vasco da Gama landete am 9. September im Hafen von Lissabon – ein triumphaler Empfang wurde ihm daraufhin bereitet. mehr


Josef Chochol und der tschechische Kubismus

Josef Chochol, tschechischer Architekt, Autor und Designer, gehörte ab 1910 zu der Gruppe junger Architekten und Kunsthandwerker um Pavel Janák, Josef Gočar und Vlastislav Hofmann, die den besonderen Stil des tschechischen Kubismus begründeten. Chochol vertrat mehr als andere mit dem Kubismus die Negation der Tradition in der Architektur. Er pflegte in seinen Entwürfen einen schnörkellosen, asketischen Stil. Seine architektonische Handschrift zeichnet sich durch Dynamik, großzügige Formen und die Negierung des Ornaments aus.

Prag - Vyšehrad

Zu den bedeutendsten Werken Chochols gehören die nach seinen Entwürfen 1912-13 entstandenen Ein- und Mehrfamilienhäuser unterhalb des Prager Vyšehrad. Besonders das Dreifamilienhaus an der Rašínovo nábřeží 42/6-10, weist eine ausgeprägte kubistisch gestaltete Fassade auf. Nicht weit entfernt stehen zwei weitere steingewordene Entwürfe Chochols. Die Villa Kovařovic an der Libušina 49/3, ebenfalls 1912-13 entstanden, bietet vor allem auf der Gartenseite einen spektakulären Anblick und ist ein Beispiel für Kubismus in seiner reinsten Form. Selbst die Zaunpfosten sind kubistisch gestaltet. Auch das Mehrfamilienhaus an der Neklanova 98/30 aus dem Jahre 1913 gilt als kubistisches Paradebeispiel und hat in den fast hundert Jahren nichts von seinem futuristischen Charme eingebüßt. Sogar die Türklinke der Eingangstür hat Chochol kubistisch gestaltet. Besonders faszinierend ist bei sonnigem Wetter das Wechselspiel von Sonne und Schatten auf der Fassade. Im Erdgeschoss lädt ein Restaurant Besucher zum Kaffee- oder Biertrinken ein.

Josef Gočárs - "Haus zur schwarzen Mutter Gottes", ist heute ein Kaufhaus

Auch die von Chochol entworfenen kubistischen Möbelserien gehören, ebenso wie seine beeindruckenden Bauwerke, zu den besten Beispielen des Kubismus. Die kubistischen Architekten wollten ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Interieur und Möbeln schaffen. Sie lehnten die Priorität der Funktionalität und Zweckmäßigkeit ab. Die Möbel muten fast futuristisch an, aber sehen nicht unbedingt bequem aus. Die komplizierten Möbelentwürfe waren mit der herkömmlichen Tischlertechnik nicht umzusetzen. Um ihre Entwürfe für die Möbelproduktion auch umsetzen zu können, gründeten Janák, Hofmann und Chochol 1912 die Prager Kunstwerkstätten.

Im Museum des tschechischen Kubismus in Prag, das selbst als Perle kubistischer Architektur gilt, kann man beeindruckende kubistische Möbel und kubistische Gebrauchsgegenstände entdecken.