Schlagwortarchiv: Geschichte

Auf Entdeckungsreise durch das deutschsprachige Prag der Jahre 1890 bis 1939

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Das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren aus den böhmischen Ländern lädt mit seiner im vorigen Jahr eröffneten Dauerausstellung dazu ein, auf eine Entdeckungsreise durch das deutschsprachige Prag der Jahre 1890 bis 1939 zu gehen. Durch ebenjene Zeit, in der sich in Prag tschechische, deutsche und jüdische Elemente ganz selbstverständlich miteinander verwoben. Als Prag mit seinen Kaffeehäusern, Theatern, Zeitungen und nicht zuletzt wegen seiner Architektur als Ort der Inspiration – ähnlich wie Paris – Künstler und Literaten in seinen Bann zog. Hier lebten und arbeiteten so bekannte deutschsprachige Autoren wie Franz Kafka, Max Brod, Franz Werfel, Rainer Maria Rilke, Louis Fürnberg, F.C. Weiskopf oder der „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch. Aber es gab noch viel mehr Dichter, die heute vergessen sind.

Detailansicht Prager Literaturhaus - Bild von David Maštálka, A1 Architects

Diesen vergessenen deutschsprachigen Schriftstellern und ihren Werken eine neue Heimat zu geben war der große Traum, die Idee von Lenka Reinerova. Die Granddame der deutschsprachigen Prager Literatur, die letzte deutschsprachige Erzählerin Prags. Sie war Initiatorin und Mitgründerin des Prager Literaturhauses.

Im Kabinett der Prager deutschsprachigen Literatur ist es besonders gelungen die Idee Lenka Reinerovas in einer interaktiven Ausstellung zum Anfassen und zum Entdecken umzusetzen. Wie ein gemütliches Wohnzimmer wirkt der kleine 34 Quadratmeter messende Raum. Zum Interieur gehören über 1000 Bände deutschsprachiger Autoren in Bücherregalen, die bis zur Decke reichen, alte Fotografien und Drucke, eine alte Schreibmaschine, die Taschenuhr von Egon Erwin Kisch, zeitgenössische Film- und Tonaufnahmen. In den Schrankwänden unter den Regalen finden sich aufschließbare Fächer und Schubladen voller Autorenkarteien.

Aber im Literaturhaus gibt es noch viel mehr Angebote: das Literaturcafé gehört dazu ebenso wie Vorträge, einem Stipendienprogramm für junge Autoren, Konferenzen, Fachvorträge, Autorenlesungen, die Präsentation neu veröffentlichter Bücher, Schreibwerkstätten und Rezitationswettbewerbe für Kinder und Jugendliche… Es ist ein Ort der Begegnung, des Austausches, der Entdeckung, der Inspiration. Es ist Heimstatt, Aufbewahrungsort, Ort wissenschaftlicher Arbeit, ein Literatur- und Begegnungszentrum. Ein Erlebnis, das bei der nächsten Klassenfahrt nach Prag einen kurzen Besuch wert ist.


Aufstieg und Fall der stolzen Republik Ragusa

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Ein bisschen hört es sich an, wie aus einer anderen Welt – Republik Ragusa…. Nie gehört, aber sobald der Name Dubrovnik fällt, kommt das Aha. Dubrovnik also, die Perle der Adria, das kroatische Athen, wie die mittelalterlich anmutende, über tausend Jahre alte Stadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Besuchern auch gerne genannt wird.

Für die beeindruckende Stadtmauer ist Dubrovnik berühmt

Die Republik Ragusa oder Republik Dubrovnik (beide Bezeichnungen existierten nebeneinander, war ein maritimer Stadtstaat, dessen Zentrum die Stadt Ragusa/Dubrovnik bildete. Sie erstreckte sich über ein zusammenhängendes Gebiet zwischen Neum und der Halbinsel Prevlaka sowie der Halbinsel Pelješac, den Inseln Lastovo, Mljet und den kleinen Archipel der Elaphiten mit der Hauptinsel Šipan. Die Republik Ragusa bestand vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr 1808, bis sie von den napoleonischen Truppen aufgelöst wurde. Ihre Blütezeit erreichte die Republik im 15. und 16. Jahrhundert.
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Sir Winston Churchill – politischer Abenteurer, Genießer, Nationalheld, Literaturnobelpreisträger…

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Sir Winston Leonard Spencer-Churchill war zeitlebens eine schillernde Persönlichkeit. Auf den Eliteschulen die er besuchte, kam er mit dem autoritären Erziehungssystem nicht klar und er blieb mehrfach sitzen. Erst an der Militärakademie und in der Armee fühlte er sich zu Hause. Er erwarb eine profunde literarische Bildung und begann kurz darauf selbst zu schreiben. In den 1930er Jahren galt er als der bestbezahlte Kolumnist und Schriftsteller der Welt. 1953 wurde er für sein großes historisches Werk Der Zweite Weltkrieg mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. mehr


Fàilte! Welcome! Willkommen in Edinburgh

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Die Stadt Edinburgh mit ihren ca. 450.000 Einwohnern wurde genau wie Rom auf 7 Hügeln erbaut und liegt an der Mündung des Flusses Forth. Sie ist als Hauptstadt von Schottland nicht nur politisches, sondern auch kulturelles Zentrum des Landes.
Die Neustadt von Edinburgh, die ursprünglich nur 3 parallele Straßen besaß, liegt nördlich der Altstadt und wurde später nach Norden hin erweitert. Sie gilt als eines der besterhaltendsten Beispiele für georgianische Stadtarchitektur. Die gut erhaltene Altstadt hingegen besitzt bereits den Titel des Weltkulturerbes und beinhaltet unter vielen anderen Sehenswürdigkeiten Edinburghs das schon von weitem sichtbare Edinburgh Castle.

Edinburgh Castle – Verteidiger der Nation

Diese Verteidigungsanlage, die im Laufe der Jahrhunderte aufgrund von Angriffen und Belagerungen den neuen militärischen Bedürfnissen ständig angepasst werden musste, liegt auf dem 80 Meter hohen vulkanischen Hügel ‘Castle Rock’. Nach dem Votadini Volk hieß die Festung zunächst ‘Din Eidyn’. Als sie jedoch im Jahre 638 von den Angeln belagert und auch erobert wurde, änderte sich ihr Name aufgrund der Anglisierung in ‘Edinburgh’. In den späteren Jahrhunderten musste das Castle vielen Angriffen, Belagerungen und Eroberungen standhalten, bis zur letzten Belagerung, die 1745 stattfand, als die Garnison gegen Bonnie Prince Charlie standhielt. mehr


Auf Goethes Spuren unterwegs am Gardasee

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Italien, das war und ist für viele Menschen ein Sehnsuchtsland. So auch für Johann Wolfgang von Goethe. Schon als Kind träumte er davon einmal Italien zu bereisen und die Stätten des Altertums zu besuchen. Erst 1786 unternahm er aber tatsächlich seine erste Italienreise. Fast zwei Jahre war er unterwegs und klinkte sich aus seinem stressigen Alltag als Minister in Weimar aus. Er fühlte sich von der Arbeit erschöpft und ausgelaugt. Heute würde man sagen er litt unter „Burnout“. Das und seine komplizierte Beziehung zu der verheirateten Frau von Stein beeinträchtigten seine Kreativität. Er wollte einfach nur noch weg. Und so glich seine erste Italienreise eher einer Flucht.

Unter dem Namen Filippo Miller reiste er über den Brenner (Damals wohl kaum mit der Kutsche sondern eher zu Fuß zu bewältigen.) an den Gardasee. Hier stieg er zunächst in dem kleinen Städtchen Torbole ab. Er genoss die wunderbare Aussicht über den See und das Gebirge. Das Felsamphitheater, die Feigen- und Olivenbäume sowie das „nachlässige Schlaraffenleben“ der hier lebenden Menschen beeindruckten ihn, wie er in seinem Reisetagebuch „Italienische Reise“ festhielt. mehr


Der Koloss von Rhodos

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Der Koloss war ein Geschenk der Rhodier an ihren Sonnengott Helios. Die Rhodier glaubten, dass Helios ihnen während Ihrer Kriegsführung gegen den makedonischen Feldherren Demetrios I. Poliorketes auf wundersame Weise geholfen habe: König Demetrios baute eine 30m hohe Belagerunsgmaschine mit Katapulten. Die Rhodier mussten dem Bau zusehen, ohne etwas dagegen ausrichten zu können. Nachdem sie Helios um Rat baten, riet dieser Ihnen zum Bau eines unsichtbaren Grabens vor der Stadt. In diesen Graben fiel die Belagerungsmaschine hinein und blieb wie erhofft stecken. Aufgrund ihrer Größe und des Gewichts konnte man sie nicht herausziehen.

Als Dank errichtete man zu Ehren Helios´ die Kolossfigur, welche bereits in der Antike zu den 7 Weltwundern zählte. Für die Errichtung der Kolossfigur war Chares von Lindos verantwortlich, der sie in 12 Jahren Bauzeit errichtete. Jedoch stand die Statue nicht besonders lang: bereits 227 v. Chr. stürzte die riesige Figur während eines Erdbebens ein und wurde nicht wieder errichtet. Somit hatte der Koloss von Rhodos die kürzeste Lebensdauer aller 7 Weltwunder.

Über Aussehen und Standort des Koloss existieren hauptsächlich nur Vermutungen. Bezüglich des Standortes gehen keinerlei Andeutungen aus den Quellen der Antike hervor. Das Helios-Heiligtum – das wichtigste Heiligtum im Stadtstaat Rhodos gilt jedoch als der wahrscheinlichste ehemalige Standort der Statue. Definitiv bekannt ist jedoch, dass der Koloss eine Höhe von 30 – 35m hatte und aus Bronze gegossen wurde.

Zum Glück gibt es in Griechenland noch andere – bis heute erhaltene – antike Bauten zu betrachten. So zum Beispiel die Akropolis, die Sie auf einer Studienfahrt nach Athen entdecken können.